Maibaumaufstellung

Festzug und Maibaumaufstellen am 01.05.2012

"Der Stadt geht's gut"

Fest des Heimatrings: Maibaum zeugt vom Wohlstand

Ein prächtiger, mehr als 26 Meter langer Maibaum steht seit Dienstag am Unteren Markt, vor dem "Alten Eichamt". Der Heimatring, die Dachorganisation von 68 Vereinen leistete Schwerstarbeit. "Eine der schönsten Fichten aus dem Stadtwald" habe Stadtförster Wolfgang Winter ausgesucht, betonte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß.

Knapp 20 Gruppen, angeführt von der Stadt- und Jugendblaskapelle, zogen vom Josef-Witt-Platz in die Altstadt, wo die Männer des Bauhofs, unterstützt von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, mit einem Kran der Firma "Holzbau Koller" den Stamm aufrichteten. Bei strahlendem Sonnenschein säumten Hunderte von Bürgern die Straßen. Auch die Bankreihen - am Vormittag bereits bei der DGB-Kundgebung genutzt - waren voll besetzt.

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl berichtete, dass ein Maibaum früher vom Wohlstand eines Dorfes oder einer Stadt kündete. Er bezeichnete die Maibaumaufstellung als "sichtbaren Ausdruck neuen bayerischen Selbstbewusstseins". Der Baum bezeuge: "Der Stadt geht es gut. Ein gewisser Wohlstand ist vorhanden." Heuer schmücken den genau 26,10 Meter langen, blau-weißen Stamm 46 Wappen von Heimatring- Vereinen. Außer einem Kranz mit den Stadtfarben, trägt er noch das Stadtwappen sowie die der Partnerstädte und Partnerschaften.

Neben OB Seggewiß und Bezirkstagsvizepräsidenten Lothar Höher konnte Magerl fast die komplette Stadtratsriege begrüßen. Bei den Spezialisten des Bauhofs, bei Stadtarchivarin Petra Vorsatz und bei der THW- Jugend bedankte sich der Heimatringchef für ihre Mithilfe.

"Sehen und gesehen werden" sei heute die Losung, meinte Seggewiß. Die Vereine in der Max-Reger-Stadt bezeichnete Seggewiß als den "sozialen Kitt, der uns zusammen hält". Das Unterhaltungsprogramm beim Maibaumfest gestalteten neben der Stadtkapelle das Weidener Akkordeonorchester und der Volksliederchor musikalisch sowie die Trachtenvereine "Almrausch" und "D'Altbairischen" mit Tänzen und Plattlern
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Bericht: Bernhard Czichon im NT

 

Festzug und Maibaumaufstellen am 01.05.2011

Maibaum - Symbol der Stärke

Heimatring eröffnet die „Freiluftsaison" - 28 Meter langen Stamm bewacht

Weiden: Bei Kaiserwetter eröffnete Oberbürgermeister Kurt Seggewiß „die Freiluftsaison" in der Fußgängerzone und dankte allen Vereinen, die sich beim Aufstellen des Maibaums einbringen. Seit Sonntagnachmittag steht nun der 28 Meter hohe Maibaum des Jahres 2011.

Ihn zieren Motive des OKV-Ehrenvorsitzenden Rudi Klaus von Trachtenpaaren der Weidener Partnerstädte, sowie die Wappen der Paten- und Partnerstädte einschließlich der Garnison Grafenwöhr. Um den Baum vor Diebstahl zu bewahren, hatten ihn Mitglieder der Soldatenkameradschaft 1883 Rothenstadt und der Deutschen aus Russland während der Nacht bewacht.

Von zwei Vereinen bewacht

Am Sonntagnachmittag zog ein Festzug mit Mitgliedern der Trachten-, Soldaten- und Brauchtumsvereine sowie der Honoratioren der Stadt vom Josef-Witt-Platz mit der Stadtkapelle voran zum Unteren Markt. Hier richteten Mitarbeiter des Bauhofs und Heimatringmitglieder, begleitet vom Akkordeonorchester, den Stamm auf.

Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl begrüßte fast die gesamte Stadtratsriege, besonders aber den Vertreter der Trachten-Gaus Oberpfalz Nord, Günter Fennerl, und die Stadtkapelle mit ihrem neuen Vorsitzenden Gerhard Scharnagl. Der Maibaum sei ein Symbol der Stärke, erläuterte Magerl. Die Vereine, die immer „Gewehr bei Fuß" stünden, wenn man sie brauche, empfahl er Seggewiß als „Schätzlein der Stadt".

Bericht: Bernhard Czichon im NT

 

Maibaumaufstellung am 01.05.2010

Schwitzen vor dem Fest

Weidener Vereine halten Maibaum-Tradition aufrecht

Weiden. Eines vorweg: Kein Maibaum kam den Weidener Vereinen bzw. dem Heimatring abhanden. Alle hatten ihr Prunkstück in der Nacht zuvor gut bewacht. Im "Jahr des weißen Goldes" hatte Kunstmalerin Gerda Moser die sechs Motive für den Baum des Heimatrings gestaltet: Massemühle, Masseschlagmaschine, Kapseldrehmaschine, Arbeitsplatz des Formbauers, Porzellangießen und ein Rundofen zieren das 28 Meter hohe Prachtstück nun neben den komplett erneuerten Wappen der Partnerstädte.

Auch das Wappen der US-Garnison Grafenwöhr prangt nun am Baum, der am Samstagnachmittag auf dem Unteren Markt in die Höhe gehievt wurde - begleitet von einem bunten musikalischen Programm. Zuvor hatten die Vereine und OB Kurt Seggewiß das gute Stück in einem Festzug vom Josef-Witt-Platz in die gute Stube geleitet.

Zünftig ging's zu - das gilt auch für die Maibaumfeiern der Dorfgemeinschaft in Frauenricht, des Schnupferclubs Latsch, des Stammtischs Höhe 308 und der Siedlergemeinschaft Waldrast. Mitglieder und Anwohner genossen nach getaner Arbeit die Möglichkeit zum Plausch und ließen sich die vielen Schmankerl schmecken, mit denen sie bewirtet wurden.

 

Maibaumaufstellung am 01.Mai 2009

Verschiedene Veranstaltungen locken mehrere Tausend Menschen an

Weiden. Wie schon am 7. Februar haben auch am 1. Mai in der Max-Reger-Stadt insgesamt mehrere Tausend Menschen Zeichen gesetzt gegen Neonazis und für ein demokratisches Weiden. Ob bei der traditionellen DGB-Kundgebung und der anschließenden „Demonstration der Demokraten“, ob bei den vielen Informationsständen des Aktionsbündnisses oder bei der Maibaumaufstellung des Heimatrings, überall zeigten die Menschen, dass Weiden bunt ist.

Weiden setzt ein Zeichen gegen Rechtsextremismus: Den Demonstrationszug führten dritter Bürgermeister Lothar Höher, Bundestagsabgeordneter Ludwig Stiegler, Landtagsabgeordnete Annette Karl, DGB-Regionsvorsitzender Helmut Fiedler und Oberbürgermeister Kurt Seggewiß an.

Auch entlang des Aufmarschweges des rechtsradikalen „Freien Netzes Süd“ vom Bahnhof über die Frauenrichter Straße durch das Stockerhutgebiet und die Seltmann-Straße wieder zurück fanden sich immer wieder Bürger ein, die mit Protestrufen und Trillerpfeifen deutlich kundtaten, was sie von den Neonazis halten, nämlich nichts.

Polizeisprecher Werner Stopfer gab die Zahl der Demonstranten aus der rechten Szene mit 350 an. Insgesamt über 700 Polizeibeamte, auch aus München, Nürnberg und Würzburg, verhinderten, dass es zu größeren gewalttätigen Auseinandersetzungen kam. Drei Sitzblockaden wurden umgehend aufgelöst. Die Polizei vermeldete 21 Festnahmen, vorwiegend aus dem linken Lager, darunter ein Stein- und ein Flaschenwerfer. Das waren bei weitem nicht so viele wie beim letzten Mal.

 

Maibaumaufstellung am 01.05.2008

Original gesichert

Brotzeit für Maibaum-Diebe

Günther Magerl, Vorsitzender des Heimatrings, lächelte zufrieden. Er hatte den Maibaum geschickt gesichert und sich den "Dieben", dem Jugendstammtisch Waldthurn und Umgebung, gegenüber sogar generös gezeigt. Deren Gesichter waren aufgrund ihres Reinfalls länger als der Maibaum. Kurzerhand lud Magerl sie zur Maibaumaufstellung am 1. Mai ein und spendierte ihnen Bier und eine Brotzeit. Sie kamen.

Der Baum erreichte in Begleitung des OB Kurt Seggewiß, MdB Albert Rupprecht, MdL Georg Stahl und Stadträten unter den Klängen der Stadt- und Jugendblaskapelle (Leitung Hubert Rupprecht) den Platz am Alten Rathaus. Mitarbeiter der Stadt und die Firma Koller stellten den 25,70 Meter langen Baum in knapp 40 Minuten gekonnt auf.

Das Programm gestalteten der Volksliederchor unter Eva Danzl, die Tanzgruppen der D'Altbairischen sowie die Stadtkapelle. Auch Besucher aus Plön waren begeistert. Magerl erinnerte an das Brauchtum zum Erwachen der Natur. Und er trotzte wie die Gäste den häufigen Regenschauern. OB Kurt Seggewiß tröstete in einer launigen Rede: Auf Regen folge immer wieder Sonnenschein.

 

Maibaumaufstellung 2007

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Maibaumaufstellung am 1. Mai 2007

Weiden. Den Takt gab am Dienstag die Stadtkapelle unter der Leitung von Hubert Rupprecht vor. Die Mitgliedervereine des Heimatrings folgten. Im Gleichschritt machten sich alle zur Aufstellung des Maibaums vom Josef-Witt-Platz auf den Weg zum Unteren Markt.

Die Trachtenvereine, Landsmannschaften, die Marine und Soldatenkameradschaften sowie der Oberpfälzer Handwerkerbund boten ein buntes Bild. Die Bürgermeister Lothar Höher und Elisabeth Kraus marschierten mit einer großen Anzahl von Stadträten vorneweg, darunter die SPD mit Kurt Seggewiß und Jens Meyer sowie die Freien Wähler mit Daniela und Karl-Heinz Schell. Das THW sicherte den Zug ab.

Dann zeigten die Männer vom Bauhof und die Firma Koller, was sie drauf hatten: Schon nach 30 Minuten stand der knapp 28 Meter hohe, von Lothar Höher gestiftete Maibaum, an seinem Platz. In frischem Glanz erstrahlten die vom Kunstmaler Georg Hartwich entworfenen, gemalten und gestalteten Motive von Handwerkern und Wappen der Weidener Patenstädte.

Magerl wie Höher gingen auf den "vandalistisch" vom städtischen Bauhof gestohlenen Maibaum ein. Bezeichnete der Vorsitzende des Heimatrings den Vorgang als "Diebstahl" und eine Straftat, wertete der Bürgermeister das nicht so streng. Doch forderte er Antenne Bayern auf, anstatt wochenlang zum Stehlen des Maibaums als Brauchtumsakt aufzurufen, die Hörerschaft lieber zum Eintritt in die Vereine zu animieren.

Die Gäste am Unteren Markt genossen das kulturelle Rahmenprogramm, das Eveline Scholz moderierte. Das Weidener Jugend-Akkordeon-Orchester mit der Dirigentin Karin Dittrich sowie der Weidener Volksliederchor mit Eva Danzl, die Trachtenvereine Almrausch und D'Altbairischen sowie die Stadt- und Jugendblaskapelle begeisterten.

Bericht: Horst-Jürgen Jäger im "Neuen Tag"

Entführer waren wenig zimperlich
Muglhofer klauen Maibaum - Magerl: "Sachbeschädigung" statt Brauchtum

Weiden. Lustig? Ach was. Gut lachen hatte am Montag nur die Landjugend Muglhof. Ihr gelang es in der Nacht zuvor, den bestens gesicherten Maibaum vom Bauhof zu entführen. Wobei die "Kidnapper" den Stamm ramponierten. Nicht amüsiert war dann auch Heimatring-Chef Günther Magerl: "Bei Sachbeschädigung hört der Spaß auf."

Bereits zum zweiten Mal nach 2006 musste Magerl nach dem Baum fahnden, den die Heimatring-Helfer traditionell am heutigen 1. Mai auf den Unteren Markt "pflanzen". "Nichts gegen die Pfaffenreuther Aktion", urteilt er über die Aktion im vergangenen Jahr. "Da lief alles sauber. Und wir bekamen den Baum unbeschädigt zurück." Weniger zimperlich gingen jedoch die Muglhofer vor: Motivplatten und Kranz wurden teils beschädigt, der Stamm selbst zerschunden. Die Ehrenamtlichen des Heimatrings mussten am Montag nochmals Freizeit opfern, um ihn neu zu streichen und herzurichten.

Dabei hatten sie zusammen mit den Bauhof-Verantwortlichen umfassende Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Ein Bagger klemmte den Baum fest, ein davor geparkter Brummi versperrte den Zugang. Keine unüberwindbaren Hindernisse jedoch für die Muglhofer, als die gegen 1 Uhr anrückten. Beispielsweise lösten sie die Baggerschaufel, indem sie das Hydrauliköl abließen.

Und Montagmittag habe er sich auch noch "rotzfreche Forderungen" anhören müssen, wettert Magerl. Für 70 Liter Freibier ("Anfangs wollten sie 120 Liter") und eine Brotzeit löste er den Baum aus, den Muglhofer Feuerwehr und Traktorgespann schließlich wieder zum Bauhof transportierten.

Die Entführer konnten die Aufregung des Heimatring-Vorsitzenden nicht verstehen, erinnerten ihn ans "Brauchtum". "Brauchtum", entgegnete Magerl, "wär's in der Walpurgisnacht - nicht vorher." Außerdem sei es Tradition, dass ein Maibaum von Auswärtigen geklaut werde. "Seit wann gehört Muglhof denn nicht mehr zu Weiden?" Bierernste Fragen an die Freibier-Empfänger.

Bericht im "Neuen Tag"