Tag der Heimat

Tag der Heimat 24.09.2011

Fideles Bekenntnis zur Heimat

500 Gäste feiern 60 Jahre Heimatring mit Musik, Tanz und Gedichten - Aktuell 28 000 Mitglieder

Weiden. Unter dem Motto "60 Jahre Heimatring - Heimat gemeinsam gestalten und erhalten" feierte die Dachorganisation der Weidener Brauchtums- und Kulturvereine am Samstag ihr Jubiläum. Fast 500 Gäste und Mitwirkende an diesem beeindruckenden Bekenntnis zur Heimat waren in die Max-Reger-Halle gekommen.
Vorsitzender Günther Magerl berichtete beim traditionellen "Tag der Heimat" von der Gründung des Heimatrings am 15. Oktober 1951 in der damaligen "Almhütte". Aus den 26 Vereinen mit 1400 Mitgliedern seien nun 70 Vereine mit rund 28 000 Mitgliedern geworden, belegte er die "Erfolgsgeschichte". Mittlerweile koordiniere der Heimatring nicht nur die Aktivitäten der Mitgliedsvereine, sondern trete selbst als Veranstalter auf. Maibaumaufstellung, Gartenfest, Gemeinschaftsausflug, "Tag der Heimat" und Zusammenarbeit mit dem Amt für Stadtgeschichte, Kultur und Tourismus seien inzwischen selbstverständlich geworden, sagte Magerl.

Dudelsack und Polka

Durch das Programm führte stellvertretender Heimatring-Vorsitzender Norbert Uschald. Die Musik-, Tanz- und Textdarbietungen wurden mit eindrucksvollen Lichtbildern aus der nördlichen Oberpfalz von Gerhard Büttner untermalt. "Hartenberger Polka", "Egerländer Musikantenmarsch" und "Schürzenwalzer" spielte die Stadt- und Jugendblaskapelle auf. An die alte Heimat der Mitglieder der "Egerländer Gmoi" erinnerten Dudelsackspieler Ernst Rubner sowie Johanna Häupler und Walter Markl mit einem Gedicht. Ebenso erinnerten die "Ost- und Westpreußen", die "Landsmannschaft Schlesien" und die "Sudetendeutsche Landsmannschaft" mit Gedichten und Wortbeiträgen an die Geschichte ihrer Heimat.

Lustig und fidel bot die Kindertanzgruppe "Kaleidoskop" der "Deutschen aus Russland" eine "Tarantella" dar. Die "Familienmusik Hess" berichtete in ihrem Lied "Douchn (Tachau), Paulusbrunn und Bärnau" wie's dort zugegangen war. Die muntere Truppe unter der Leitung von Ludwig Döbler begeisterte mit einer "lustigen Polka" und dem "Bachspitz Boarischer" die Besucher. Heimatkreisbetreuer Dr. Wolf-Dieter Hamperl, der kurz zuvor die silberne Ehrenmedaille der Stadt erhalten hatte, trug die Gedichte "Eiche und Linde" sowie "Vom Glück" vor. Die zum Frieden und zu Versöhnung mahnenden Worte waren um 1900 entstanden. "Wie es danach weiter ging, wissen wir", so Dr. Hamperl.

Stets im Dialog

"Die Flüchtlinge, jetzt "Neubürger genannt", seien immer "ein Segen für die Stadt und das Land" gewesen, stellte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß in seinem Grußwort fest. Der Heimatring arbeite seit 60 Jahren die Geschichte positiv auf. Auch jetzt, wo neue Sichtweisen aufeinander treffen würden, ergreife man die gebotene Chance zum Dialog. Der Gebirgstrachtenverein "Almrausch" mit dem Plattler "Wendlstoaner" und "Reit im Winkel" sowie der Volkstrachten-Erhaltungsverein "D'Altbairischen" mit dem "Mühlbou" und dem "Tätscher" begeisterten abschließend mit "Oberpfälzischem".

Für die ansprechende Dekoration des Saales dankte Magerl dem Siedlervorsitzenden Edi Nickl und seiner Gemeinschaft. Die Malgruppe des Maria-Seltmann-Hauses unter der Leitung von Liza Weishäupl bereicherte mit einer sehenswerten Bilderausstellung im Foyer die Veranstaltung.

Bericht: B. Czichon im "Neuen Tag"

 

Tag der Heimat am 18.09.2010

Die alte Heimat stets im Herzen

OB Seggewiß: Doch „Neuanfang ist möglich" -Vertriebene erinnern beim „Tag der Heimat" an ihr Schicksal

Weiden. Den Aufruf, die alte Heimat „nie, nie zu vergessen", verband OB Kurt Seggewiß mit der Erinnerung daran, dass die Vertriebenen gezeigt hätten, „ein Neuanfang ist möglich". Beim „Tag der Heimat" in der Max-Reger-Halle stellte das Stadtoberhaupt fest, dass in der „Charta der Vertriebenen" jeglicher Art von Rache oder Vergeltung eine Absage erteilt worden war.

„Liebe zur Heimat - Treue zum Vaterland" war das Motto, unter dem die Vereine des Heimatrings am Samstag „ein würdiges und unüberhörbares Bekenntnis zu Heimat und Vaterland" abgaben. Heimatring-Vorsitzender Günther Magerl betonte vor über 100 Gästen, dass den Vertriebenen Unrecht getan worden sei. Und doch hätten sie die Hand zur Versöhnung gereicht. Zum Verständnis für die deutsche Geschichte und Kultur gehöre das Wissen um Geschichte und Kultur des ehemaligen deutschen Ostens. Mit mehreren Musikstücken beteiligten sich die Stadt- und Jugendblaskapelle, das Akkordeonorchester und der Volksliederchor am Programm. Johanna Häupler und Walter Mark! von der „Egerländer Gmoi" trugen ein Gedicht aus ihrer alten Heimat vor, wo „die Vöglein lauter und heller gezwitschert, und die Fischlein schneller geschwommen" seien. Musikalisch untermalt wurde ihr Vortrag von Dudelsackspieler Ernst Rubner. Mit mehreren Aufführungen begeisterte die Kindertanzgruppe „Kaleidoskop" der „Deutschen aus Russland" unter der Leitung von Irina Ilinow.

Brücken gebaut

Die Landsmannschaft Schlesien erinnerte im Gedicht an „Derrheeme" (Daheim), wo alles „schöner und besser gewesen" sei. Von heute auf morgen sei man aus einem Land vertrieben worden, das Deutsche vor 700 Jahren urbar gemacht hätten, beklagte Christa Fröhlich. Renate Poweleit, Landsmannschaft der Ost- und Westpreußen, erinnerte an Nikolaus Kopernikus, Max und Elisabeth Strecker von den Sudetendeutschen an ihren Landsmann Ferdinand Por-
sehe. Zünftiges boten die „Altbairischen" und der Gebirgstrachtenverein „Almrausch". Nach den Volkstänzen „Mühlradi" und „Einhänger" folgten der Schuhplatter „Reit im Winkl" und der Figurentanz „Drei-Steyrer".

Im Foyer zeigte die Malgruppe des Maria-Seitmann-Hauses unter der Leitung von Liza Weishäupl eine Bilderausstellung heimatlicher Motive. Angesichts vieler Gemälde von Oberpfälzer Brücken dachten Magerl und MdB Werner Schieder an das „Brückenbauen zwischen alter und neuer Heimat". Mit Fotos aus der Oberpfalz untermalte die BSW- Fotogruppe den Abend. Die EAW- Siedlergemeinschaft sorgte für dekorativen Blumenschmuck auf den Tischen. Durch den Abend führte Norbert Uschald.

Bericht: B. Czichon im "Neuen Tag"

 

Tag der Heimat am 26.09.2009

"Tag der Heimat" feiert Geburtstag

Heimatring gedenkt des Schicksals der Vertriebenen - Ständchen für Elisabeth Kraus

Weiden. "Der 'Tag der Heimat' ist beinahe so alt wie das Grundgesetz, nämlich 60 Jahre", erinnerte Heimatringvorsitzender Günther Magerl in seiner Begrüßung zu dem Festabend unter dem Motto: Heimatrecht ist Menschenrecht". Das Jubiläumsjahr sei besonders geeignet, die Leistungen der Vertriebenen, zu würdigen.

Eine festlich geschmückte Max-Reger-Halle diente als feierlicher Rahmen. "Die Vertriebenen und Flüchtlinge mussten den Verlust der Heimat verkraften und zugleich ein Leben in fremder Umgebung aufbauen", begann Magerl. "Dass die Integration gelang, war Verdienst der Flüchtlinge und dem Engagement der einheimischen Bevölkerung zu verdanken."

Das gemeinsame Anliegen müsse das Miteinander der Völker sein. "Aber kennen muss man die Geschichte, jeder hat zu den eigenen Schattenseiten zu stehen." Der Vorsitzende erinnerte an die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und verurteilte die Geschehnisse der heutigen Tage, in denen "Braune oder Nazis" wieder durch die Straßen ziehen.

Für Oberbürgermeister Kurt Seggewiß war es eine Ehre die Festansprache zu halten. Der Heimatring bildet das Herz der Kultur- und Brauchtumspflege mit seinen 71 Vereinen und über 28 000 Mitgliedern in Weiden. "In der Zeit der Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg, in der es Kontingente an Flüchtlingen gab, gliederte Bayern zwei Millionen Menschen ein. Auch Weiden hat eine große Bereicherung durch die Zuwanderer erfahren und der Fleiß und die Zuverlässigkeit dieser Menschen gaben uns Aufschwung."

Seggewiß erinnerte an den Fall der Mauer, als 48 000 Menschen aus der DDR im Camp Pitman Zuflucht suchten. Eine weitere Flüchtlingswelle gab es 1992 mit der Auflösung Jugoslawiens, als Serben, Kroaten sowie Kosovoalbaner ankamen. "Heimat ist dort, wo man sich wohlfühlt. Unser aller Herz schlägt für Weiden. Es gilt, die Herausforderung im Zusammenleben mit Menschen mit Migrationshintergrund anzunehmen", stellte der OB fest.

Zweiter Vorsitzender Norbert Uschald führte durch das abwechslungsreiche Programm, in dem Gedichte sowie Gesang zu Bildern auf der Großleinwand die Erinnerung wach hielten. Wortbeiträge lieferten die Mitglieder der Landsmannschaften der Deutschen aus Russland, der Sudetendeutschen, Ost- und Westpreußen und der Egerländer Gmoi. Hans Witzke von der Landsmannschaft Pommern verkündete schweren Herzens, dass sein Verein die Tätigkeit nach 64 Jahren altersbedingt einstelle. Schwungvolle Tanzauftritte zeigten die Trachtenvereine "D'Altbairischen" und die Kinder- und Erwachsenengruppe "Almrausch". Schneidig spielten die Weidener Stadt- und Jugendblaskapelle und das Weidener Akkordeonorchester auf. Mit Gerald Deistler bereicherte erstmals ein Dudelsackspieler das Programm. Feierliche Gesangsbeiträge lieferte der Weidener Volksliederchor, Alexander Gross und Larissa Burgardt erinnerten im Lied an die "Heimat Russland".

Seggewiß nutzte den Termin, um der ehemaligen Bürgermeisterin Elisabeth Kraus zum 74. Geburtstag zu gratulieren. Der Volksliederchor schloss sich mit dem Ständchen "Wir wollen gratulieren" den Glückwünschen an.

Bericht: R. Dobmeier im "Neuen Tag"

 

Tag der Heimat am 27.09.2008

Herzen schlagen für die Heimat
OB Seggewiß beim "Tag der Heimat": Auch heute gegen Vorurteile und Sozialneid angehen

Weiden. "Niemand hat das Recht, jemandem die Heimat zu nehmen oder ihn aus der Heimat zu vertreiben" stellte Heimatringvorsitzender Günther Magerl am Samstag in der MaxReger-Halle fest. Aber: Für das Geschehene Vergeltung oder Verurteilung zu fordern, sei nicht das Anliegen. Eher wolle man aufrufen, derartige schreckliche Dinge künftig zu verhindern.
Vor gut 500 Vereinsvertretern, Politikern, Behördenleitern und Verbandsfunktionären legte man ein "würdiges und unüberhörbares Bekenntnis zu Heimat und Vaterland" ab. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der erstmals beim "Tag der Heimat" sprach, erinnerte an die Integration der Vertriebenen und Flüchtlinge nach dem Krieg in Weiden.

Die "Herausforderung für die Stadt" sei gemeistert worden und hätte sich gelohnt. Sachverstand, Handwerkskunst und Unternehmergeist hätten die Aufgenommenen eingebracht und dadurch zum Aufblühen der Stadt beigetragen. Auch heute gelte es, den Kampf gegen Vorurteile und Sozialneid aufzunehmen. Die Schwierigkeiten, die mit der Integration der Deutschen aus Russland einher gingen, seien winzig im Vergleich mit den Problemen in den 40er und 50er Jahren.

Mit einem großen musikalischen Programm und tänzerischen Einlagen unterhielten die Weidener Stadtkapelle, das Akkordeonorchester, der Volksliederchor sowie die Trachtenvereine "D'Altbairischen" und "Almrausch" die Gäste. Mit Wortbeiträgen erinnerten die Vertreter der Landsmannschaften an die alte Heimat. Schlesier-Chefin Anneliese Hein zitierte Schiller, der riet "mit Würde preis zu geben, was man nicht retten kann". Eveline Scholz (Schlesier Rothenstadt) beteuerte "an der Heimaterde fest zu halten bis in den Tod". Renate Poweleit von den Ost- und Westpreußen beschwor die Schönheit des "Samlands", eines Teils der ehemals deutschen Provinz Ostpreußen. Hans Witzke (Pommersche Landsmannschaft) las das Gedicht "Kennst du das Land?", das Trachtenpaar Johanna Häupler und Walter Markl erinnerten an "Unser Egerland"

Zeitreise 1000 Jahre zurück

Max Strecker, Kreisobmann der Sudetendeutschen und seine Gattin Elisabeth entführten 1000 Jahre in die Vergangenheit zu "Sankt Gunther und seiner Brücke". Für geschmackvolle Tischdekoration hatten die Hammerweg-Siedler gesorgt. Im Foyer zeigte die Malgruppe des Maria-Seltmann-Hauses eine Ausstellung ihrer Kunst. Durch den Abend führte Norbert Uschald als Moderator.

Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

 

Tag der Heimat am 22.9.2007

Ein kostbares Erbe

"Tag der Heimat" mit vielen Vereinen in Max-Reger-Halle

Beim "Tag der Heimat" rief Bürgermeisterin Elisabeth Kraus dazu auf, das "kostbare Erbe Heimat von Generation zu Generation" weiter zu reichen. Die Landsmannschaften der Vertriebenen und die Trachtenvereine "D'Altbairischen" und "Almrausch" sowie Jugendakkordeonorchester, Stadtkapelle und "D' Lustigen Konrader" gestalteten einen kurzweiligen Abend. Die Politik zeigte Flagge. Stadträte und Kandidaten sowie Politiker aus dem Landkreis waren in großer Zahl in die Max-Reger-Halle gekommen.

Die mitwirkenden Vereine zeigten mit ihren Beiträgen die Liebe zu ihrer Heimat, stellte Heimatringvorsitzender Günther Magerl fest. Niemand habe das Recht, einem diese zu nehmen. Jedoch nicht für das Geschehene Vergeltung zu fordern sei das Anliegen, sondern die "Gemeinsamkeit von Heimatvertriebenen und -verbliebenen" herauszustellen. Dass das Motto des Abends "Heimat erhalten - Heimat gestalten" in Weiden gut gelungen sei, stellte Bürgermeisterin Kraus anhand von Beispielen heraus.

Mit schneidigen Märschen wartete die Stadtkapelle auf und begeisterte auch mit Gesang beim Zwiefachen "Eisenkeilnest". Mit Liedern von Ernst Mosch gefiel die Gesangsgruppe "D'Lustigen Konrader". Etwas ganz Besonderes bot die Kinder- und Erwachsenengruppe des Gebirgs-trachtenvereins Almrausch, der am kommenden Samstag sein 100-jähriges Bestehen feiert. Der "Bandltanz", den Vorplattler Rudolf Bauernfeind mit seinen Aktiven eingeübt hatte, ist sehr aufwändig und daher selten zu sehen. Aber auch die "Altbairischen" gefielen mit den Volkstänzen "Oberpfälzer Dreher" und "Stoapolka". Die Egerländer Gmoi, die Landsmannschaften der Pommern, der Sudetendeutschen, der Deutschen aus Russland, der Schlesier sowie der Ost- und Westpreußen erinnerten mit Gedichten, Geschichten und Musik an ihre Sehnsucht nach der Heimat. Der schöne Blumenschmuck auf den Tischen des Gustl-Lang-Saals war der Siedlergemeinschaft Fischerberg mit Vorsitzendem Günter Stalinski zu verdanken. Die Moderation des Abends hatte wieder Norbert Uschald übernommen.
Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"

 

"Tag der Heimat" am 23. September 2006

Heimat ist der Erde schönster Ort
Heimatring feiert: Abwechslungsreiches und interessantes Programm in der Max-Reger-Halle

Weiden. Ihr Bekenntnis zur Heimat, einem "kostbaren Erbe und kostbaren Gut" legten am Samstag mehrere hundert Mitglieder des Heimatrings in der Max-Reger-Halle ab. Vorsitzender Günther Magerl empfing unter dem Motto "Die Heimat ist der Erde schönster Ort" zahlreiche Vertreter von Behörden, Politik, Wirtschaft und Geistlichkeit sowie fast die gesamte Stadtratsriege und Vertreter der Vereine und Verbände.

"Heimat ist dort, wo man sich wohlfühlt und gerne lebt" stellte Magerl fest. Und OB Hans Schröpf wusste am Beispiel der Heimatvertriebenen, dass es "nicht unmöglich ist, eine zweite Heimat zu gewinnen". Wer Denkmalpflege oder Naturschutz betreibe, praktiziere Heimatverbundenheit, sagte das Stadtoberhaupt, dem bereits beim Betreten des Rednerpults mit kräftigem Applaus Sympathie bekundet wurde. Schröpf erinnerte daran, dass auch Papst Benedikt bei seinem Besuch das Thema "Heimat" angesprochen habe und dass jeder seinen freiwilligen Beitrag für die Heimat leisten soll. Im Heimatring seien die besten Möglichkeiten dafür geboten.

Stellvertretender Heimatring-Vorsitzender Norbert Uschald führte gekonnt durch ein interessantes und abwechslungsreiches Programm. Dieses reichte von tänzerischen Darbietungen der "Altbairischen"- und "Almrausch"-Trachtengruppen bis zu Gedichten aus der "alten Heimat". Waldemar Schmid von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland las seinen "Traum" vor: Noch einmal die Heimat sehn! Evelyn Scholz von der Landsmannschaft Schlesien und Ursula Schubert von den Oberschlesiern werden "niemals zu Schlesien 'Polska' sagen". Die Sudetendeutschen Elisabeth und Max Strecker berichteten, dass 60 Jahre nach der Vertreibung "die Gedanken noch öfter als sonst in die Heimat zurückschweifen". Renate Poweleit und Horst Witzke bekräftigten für die "Ost- und Westpreußen" sowie die Pommersche Landsmannschaft das Vermächtnis, dass man "was man verloren hat, trotzdem nie aufgeben" wird.

Die Stadtkapelle (Leitung Hubert Rupprecht) umrahmte den "Tag der Heimat". Außerdem boten die "Akkordeoncrew" des Volksliederchors, die Sängervereinigung, der Volksliederchor und die "Rotkehlchen" (Lore Leitmeier, Wilhelm Moser, Alois Schinabeck, Hans Kunz und Karl Tabert) gekonnte musikalische Beiträge. Für die wunderschöne Ausschmückung des Gustl-Lang-Saals sorgte die Siedlergemeinschaft Rothenstadt.
Bericht: Bernhard Czichon im "Neuen Tag"